Studie
Jugendämter reagieren oft nicht angemessen auf Hinweise zu Kindeswohlgefährdung

Die Mehrzahl der Jugendämter in Deutschland kann einer Studie zufolge Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung nicht angemessen nachgehen.

    Eine schwingende Kinderschaukel auf einem öffentlichen Spielplatz in Bewegungsunschärfe
    Jugendämter können auf Hinweise zu möglichen Kindeswohlgefährdungen einer Studie zufolge oft nicht angemessen reagieren. (dpa)
    Defizite bei Meldewegen, in der Digitalisierung und bei der Personalausstattung seien dafür verantwortlich, teilten Transparency International und die Organisation SOS Kinderdörfer in Berlin mit. Zwei Drittel der befragten Ämter gaben demnach an, dass Personalmangel sie daran hindere, alle Meldungen aufzunehmen und zügig zu bearbeiten. Auch schwanke die Qualität, mit der die Ämter die Hinweise bearbeiteten. Zudem fehle es häufig an Informationen, wo und wie Menschen Verdachtsfälle melden könnten.
    Für die Studie haben Transparency und SOS Kinderdörfer öffentlich zugängliche Informationen von 140 Jugendämtern ausgewertet. Außerdem befragten sie das Personal der Behörden.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.