Internationaler Gerichtshof
Junta in Myanmar weist Vorwurf des Völkermords an den Rohingya zurück

Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat die Junta Myanmars den Vorwurf des Völkermords an der ethnischen Minderheit der Rohingya zurückgewiesen.

    In der ersten Anhörung vor dem Internationalen Gerichtshof sitzen Kläger und Ankläger vor den Richtern.
    Der Internationaler Gerichtshof verhandelt eine Völkermordklage gegen Myanmar. (picture alliance / ANP / Phil Nijhuis)
    Ein Regierungsvertreter erklärte, bei dem militärischen Vorgehen in den Rohingya-Gebieten habe es sich vielmehr um eine Antiterror-Operation gehandelt.
    Der Prozess hatte in der vergangenen Woche begonnen; geklagt hat das afrikanische und mehrheitlich muslimische Gambia. In Myanmar wird die muslimische Minderheit der Rohingya seit Jahrzehnten verfolgt. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks leben derzeit mehr als eine Million Rohingya in provisorischen Lagern im benachbarten Bangladesch, nachdem sie vor Mord, Vergewaltigung und Brandstiftung geflohen waren.

    Weitere Informationen:

    Genozid - Über den juristischen Umgang mit einem komplexen Tatbestand

    Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.