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StartseiteSternzeit Jupiter am Abend28.06.2009

Jupiter am Abend

In diesen Wochen findet am abendlichen Sternenhimmel ein planetarer Wachwechsel statt. War bisher der Saturn der beherrschende Planet in den Stunden nach Sonnenuntergang, so wird das bald Jupiter sein, der ganz große Bruder unserer Erde.

Von Dirk Lorenzen

Jupiter mit seinen vier größten Monden (Montage) (NASA)
Jupiter mit seinen vier größten Monden (Montage) (NASA)

Wenn Saturn sich anschickt, im Westen unter dem Horizont zu verschwinden, dann ist Jupiter gerade über dem Südosthorizont aufgetaucht. Er geht jetzt bereits vor Mitternacht auf - und jeden Tag etwa weitere vier Minuten früher.

Jupiter steht im Grenzbereich zwischen den Sternbildern Steinbock und Wassermann. Mit seinem klaren, hellen, weißen Licht ist er immer besonders eindrucksvoll.

Schon ein gutes Fernglas zeigt die vier hellsten Jupitermonde, die Galileo Galilei als einer der ersten im Jahr 1610 beobachtet hat. Die Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto sind so hell, dass sie im Prinzip sogar mit bloßem Auge zu sehen wären, würden sie nicht so nah am gleißend hellen Jupiter stehen. So werden sie vom Lichtschein des Planeten überstrahlt.

Bereits ein Amateurteleskop zeigt das tägliche Wechselspiel der vier großen Monde. Mal stehen sie links, mal rechts des Planeten. Mal verschwinden sie plötzlich im Schatten Jupiters oder sie laufen vor dem Planeten entlang und werfen ihrerseits einen Schatten auf seine Wolkenschichten. Heute Nacht könnten Sie jeweils zwei Monde links und rechts von Jupiter erkennen. Morgen stehen alle vier auf der linken Seite.

Achten Sie einmal auf den hellen Riesenplaneten: Jupiter zeigt sich ab jetzt bereits vor Mitternacht und wird uns bis in den Herbst hinein begleiten - zusammen mit seinen Monden.

NASA-Informationen zum Planeten Jupiter

Daten über Jupiter

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