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Jupiters Nachbarschaft

Der Raum um Jupiter ist dicht besiedelt und ziemlich unaufgeräumt. Dutzende von Monden, dünne Ringe, ein Gasschlauch und geladene Partikel bevölkern die Umgebung des Riesenplaneten. Hinzu kommt eine fast ausrangierte Raumsonde.

Damond Benningfield |
    Von den vielen Jupitermonden sind nur einige wirklich interessant. Die meisten sind dunkle Brocken von Asteroiden oder zerrissenen Monden.

    Wie kosmische Salzstreuer schleudern riesige Vulkane des Jupitermondes Io gigantische Mengen von salzhaltigen Gasen aus ihren Schloten. Jupiters Magnetfeld fegt davon etwa eine Tonne pro Sekunde geladener Teilchen ins All. Das Material sammelt sich und bildet einen Schlauch, der Jupiter voll umschließt. Dadurch entsteht insgesamt ein extrem starker Strahlungsgürtel.

    Einige der kleineren Monde liefern die Materie für die dünnen, dunklen Ringe des Planeten. Stößt Gestein aus dem All mit diesen Monden zusammen, werden kleine Materiekrümel frei. Sie sammeln sich in den Ringen um den Riesenplaneten an.

    Das neueste Mitglied in Jupiters Entourage ist die Raumsonde Galilei. Nach ihrer großartigen Leistung ist sie jetzt alt und verschlissen und hat fast keinen Treibstoff mehr. Im Moment ist sie abgeschaltet. Mitte September will man sie noch einmal wecken, bevor sie an ihrem Lebensende in die Jupiteratmosphäre fällt.

    Sie sehen Jupiter heute Nacht in Mondnähe. Sobald es dunkel genug geworden ist, schmücken beide den Westhimmel. Etwa eine Stunde nach Mitternacht gehen sie unter.