Nach Wahlniederlage
Juso-Chef Türmer verlangt strategische Neuausrichtung der SPD

Juso-Chef Türmer hat nach den deutlichen Verlusten bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz eine strategische Neuausrichtung der SPD gefordert.

    Ein Mann im Anzug steht im Vordergrund an einem Mikrofon und blickt mit ernstem Gesicht zur Seite. Hinter ihm steht eine Frau in einem roten Anzug an einem zweiten Mikrofon. Beide sind auf einer Bühne zu sehen.
    Die SPD-Bundesvorsitzenden Klingbeil und Bas im Willy-Brandt-Haus (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Die SPD müsse künftig erkennbar für einen Aufbruch stehen, sagte Türmer im Deutschlandfunk. Konkret nannte er etwa eine stärkere Besteuerung von sehr hohen Einkommen. Mit Blick auf die Bundesvorsitzenden Bas und Klingbeil kritisierte Türmer, dass die Doppelfunktion von Parteispitze und Regierungsamt nicht funktioniere. Diese habe zu einem einheitlichen Schweigen zur grundsätzlichen Ausrichtung geführt.
    Der Generalsekretär des brandenburgischen Landesverbands, Fischer, verlangte schnelle Reformen der Bundesregierung. Er warnte vor Verzagtheit und Selbstbeschäftigung. Die rheinland-pfälzische SPD-Landtagsfraktion sprach sich hingegen auch für personelle Veränderungen an der Parteispitze aus.
    Das Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag hatte weitere Kritik am Kurs der Bundesspitze ausgelöst. Die Vorsitzenden Bas und Klingbeil warnen jedoch vor Personaldiskussionen.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.