
Dieser erklärte in Washington, das US-Justizministerium habe ihm und der "Federal Reserve" eine Vorladung zugestellt und mit einer Anklage gedroht. Das Vorgehen wird demnach mit früheren Aussagen Powells vor dem Kongress zu einem Renovierungsprojekt am "Fed"-Gebäude begründet. Von der zuständigen Staatsanwaltschaft unter US-Bundesanwältin Pirro gab es zunächst keine Stellungnahme.
Powell warf der Regierung von Präsident Trump vor, einen Vorwand schaffen zu wollen, um die Unabhängigkeit der "Federal Reserve" bei der Festlegung der Zinspolitik zu untergraben. Es gehe darum, ob die Notenbank weiterhin in der Lage sei, die Zinssätze auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen festzulegen – oder ob die Geldpolitik stattdessen durch politischen Druck und Einschüchterung bestimmt werde. Trump hatte Powell in der Vergangenheit mehrfach beschimpft, weil die "Fed" den Forderungen des Präsidenten nach einer Senkung des Leitzinses zunächst nicht nachgekommen war.
Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
