Iran
Justiz kündigt Schnellverfahren gegen festgenommene Demonstranten an

Die Justizbehörden im Iran wollen bei regierungskritischen Protesten Festgenommene in Schnellverfahren verurteilen.

    Dieses am 08. Januar aufgenommene und am 13. Januar via AP zur Verfügung gestellte Foto soll Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran zeigen.
    Dieses am 08. Januar aufgenommene und am 13. Januar via AP zur Verfügung gestellte Foto soll Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran zeigen. (Uncredited/UGC/AP/dpa)
    Iranische Nachrichtenagenturen zitierten Justizchef Edschei mit der Äußerung, die Verfahren sollten als öffentliche Schauprozesse abgehalten werden. Dem US-Außenministerium zufolge wurden mehr als 10.600 Demonstranten festgenommen. Erste Hinrichtungen könnte es bereits heute geben. US-Präsident Trump drohte für diesen Fall mit einer scharfen Reaktion. Gestern hatte er den seit mehr als zwei Wochen protestierenden Menschen im Iran Hilfe zugesagt.
    Nach Angaben der in den USA ansässigen Menschenrechtsgruppe HRANA kamen bislang bei den Protesten rund 2.600 Menschen ums Leben. Der regimekritische Exilsender Iran International mit Sitz in London spricht sogar von mindestens 12.000 Toten. Menschenrechtsorganisationen werfen Teheran vor, Demonstranten gezielt erschossen und das Ausmaß der brutalen Unterdrückung durch eine Internetsperre verschleiert zu haben.
    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.