USA
Justizministerium: Widerstand gegen Trumps Wunsch-Kandidaten

US-Präsident Trump erwägt, die Nominierung seines früheren Anwalts, Blanche, für das Amt des Justizministers vorübergehend zurückzuziehen.

    Zu sehen sind US-Präsident Trump und der kommissarische Justizminister Blanche, der früher sein persönlicher Anwalt war. Beide schauen ernst. Sie tragen dunkle Jackets und weiße Hemden.
    US-Präsident Trump mit dem kommissarischen Justizminister Blanche, der früher Trumps persönlicher Anwalt war. (Justin Lane / Pool EPA / AP / dpa / Justin Lane)
    Das schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Hintergrund ist Widerstand aus den eigenen Reihen. Zwei Senatoren verweigern ihre Unterstützung wegen offener Fragen zu einer Einigung der Trump-Regierung in einem Steuerrechtsstreit. Diese gewährt Trump und seiner Familie weitreichenden Schutz bei Steuerprüfungen.
    Zudem verlangen sie eine schriftliche Zusicherung, dass ein umstrittener Entschädigungsfonds für angebliche Opfer politisch motivierter Strafverfolgung tatsächlich nicht eingerichtet wird. Kritiker sprachen in diesem Zusammenhang von "Schmiergeld" für Trump-Getreue. Offiziell war das Vorhaben bereits verworfen worden.
    Trump hält an Blanche fest und kündigte an, ihn erneut zu nominieren, wenn die beiden Senatoren nach den Kongresswaheln im November aus dem Senat ausgeschieden seien. Trump hatte Blanche nach der Entlassung von Justizministerin Bondi kommissarisch zu ihrem Nachfolger ernannt. Für eine dauerhafte Ernennung ist die Zustimmung des Senats erforderlich.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.