Ökostrom-Förderung
Kabinett beschließt Reformpläne von Bundeswirtschaftsministerin Reiche

Das Bundeskabinett in Berlin hat die Reform der Ökostrom-Förderung und die Neuregelung für Stromnetzanschlüsse beschlossen. Innerhalb der Koalition gab es monatelange Verhandlungen über die Gesetzentwürfe von Wirtschaftsministerin Reiche. Umwelt- und Energieverbände werfen der Ministerin vor, die Energiewende auszubremsen.

    Gerade fertig gestellte Einfamilienhäuser in einem Neubaugebiet mit Solaranlagen auf dem Dach
    Die Pläne von Wirtschaftsministerin Reiche wirken sich auch auf kleinere Solaranlagen aus. (dpa / picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand)
    Die CDU-Politikerin will bei der EEG-Förderung Kosten senken. So soll es für neue, kleine Solaranlagen auf dem Hausdach ab 2027 keine dauerhafte Förderung mehr geben. Außerdem soll der Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Ausbau der Stromnetze synchronisiert werden. Neue Wind- und Solaranlagen in Regionen mit überlasteten Netzen sollen künftig einen Teil ihrer Entschädigung verlieren, wenn sie wegen Engpässen keinen Strom einspeisen können. Dabei wurden umstrittene Kürzungspläne von Reiche etwas abgeschwächt.
    Kurz vor der Sitzung des Bundeskabinetts verständigten sich Umweltminister Schneider und Reiche auf die letzten Details. Das bestätigte der SPD-Politiker.
    Er sagte, damit schaffe man einen verlässlichen Rahmen für eine neue Phase beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze, sagte Schneider. Ziel sei es, bis 2030 80 Prozent des Stroms mit Erneuerbaren zu decken. Gerade angesichts globaler Krisen und Handelsbeschränkungen sei es wichtig, dass Deutschland noch schneller unabhängig werde von Öl und Gas aus anderen Ländern.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.