
Bundesfinanzminister Klingbeil plant für das kommende Jahr Ausgaben von gut 520 Milliarden Euro. Dafür werden neue Schulden von insgesamt rund 174 Milliarden Euro aufgenommen. Das wären rund 31 Milliarden Euro mehr als für das laufende Jahr geplant. Gut die Hälfte der Kredite stammt aus dem Sondervermögen für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz sowie dem Sondervermögen für die Bundeswehr. Als zentrale Prioritäten werden unter anderem Investitionen für Wachstum, Beschäftigung und eine Modernisierung des Landes genannt. Angesichts einer dreistelligen Milliardenlücke im Finanzplan ab 2027 rief Klingbeil in der Vorlage alle Ministerien zu strikter Ausgabendisziplin auf.
Der Etat des Entwicklungsministeriums soll 2026 um 330 Millionen Euro reduziert werden. Bereits für das laufende Jahr hatte es eine Kürzung um fast eine Milliarde Euro gegeben. Für die Demokratieförderung und Freiwilligendienste will die Bundesregierung dagegen mehr Geld ausgeben. Für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" sind 9 Millionen Euro mehr als 2025 vorgesehen, für den Bundesfreiwilligendienst sind es 10 Millionen mehr.
Diese Nachricht wurde am 30.07.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
