Straße von Hormus
Kallas: "Das ist nicht unser Krieg"

Ungeachtet der Forderungen von US-Präsident Trump will sich die EU vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz in der Straße von Hormus beteiligen.

    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas
    Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Virginia Mayo)
    Niemand wolle sich aktiv in diesen Krieg hineinziehen lassen, sagte die EU-Außenbeauftragte Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Es bestehe derzeit kein Interesse daran, die EU-Marinemission Aspides auszuweiten. Dies galt als eine mögliche Option zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Meerenge. Die NATO reagierte zurückhaltend. Ein Sprecher sagte lediglich, Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen.
    Trump warf etlichen Ländern mangelnde Hilfsbereitschaft vor. Er sagte in Washington, einige Staaten hätten nicht besonders begeistert auf seine Forderung nach einem NATO-Einsatz reagiert. Darunter seien auch Länder, die von den USA seit Jahrzehnten beschützt würden und in denen Zehntausende amerikanische Soldaten stationiert seien. Konkreter wurde der US-Präsident nicht.
    Seit Kriegsbeginn hindert der Iran zahlreiche Schiffe daran, die für den Handel wichtige Straße von Hormus zu passieren.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.