
Dieser sei der Wunschkandidat von Diktatoren und Tyrannen in aller Welt. Die anstehende Wahl sei eine der wichtigsten in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Konsequenzen aus einem Wiedereinzug des Ex-Präsidenten ins Weiße Haus seien extrem schwerwiegend. Das gelte vor allem, seit der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten jüngst entschieden habe, dass Trump vor Strafverfolgung geschützt sei. Es gehe um eine der wichtigsten Wahlen der Nation.
Migrationsreform und Steuersenkungen
Harris betonte außerdem, sie wolle ein wirtschaftliches Umfeld in den USA schaffen, in dem jeder Erfolg habe. Sie versprach eine Reform des Einwanderungssystems, kündigte Steuersenkungen für die Mittelschicht an und nannte es als Ziel, die Wohnungsnot zu beenden.
Zu den Kriegen in der Ukraine und im Gazastreifen nahm Harris ebenfalls Stellung. Die 59-Jährige bekräftigte die Unterstützung der Ukraine und sagte, im Gegensatz zu Trump werde sie sich nicht "bei Diktatoren einschmeicheln". Zudem sprach sich Harris für ein Abkommen über einen Waffenstillstand im Gazastreifen und mehr Selbstbestimmung für die Palästinenser aus, betonte zugleich aber das Selbstverteidigungsrecht Israels.
Gabriel: "Harris mobilisiert Menschen"
Am letzten Tag des viertägigen Kongresses im United Center in Chicago nahm Harris vor 23.500 Teilnehmern ihre Kandidatur offiziell an. In den vergangenen Tagen hatte unter anderem Harris' Vizekandidat Walz seine Kandidatur angenommen und die Demokraten auf den Wahlkampf eingestimmt.
Der Vorsitzende der Atlantik-Brücke, Gabriel, sagte im Deutschlandfunk, Harris erreiche Wählerschichten, die bei einer Entscheidung zwischen Ex-Präsident Trump und Amtsinhaber Biden ihre Stimme nicht abgegeben hätten. Es sei ihr gelungen, die Menschen zu mobilisieren und wieder für Politik zu interessieren, meinte der SPD-Politiker.
Trump spricht an Grenze zu Mexiko
Trump besuchte unterdessen die mexikanisch-amerikanische Grenze. Bei dem Wahlkampftermin zusammen mit Gewaltopfern verwies er auf brutale Verbrechen, die illegal im Land lebenden Menschen vorgeworfen werden.
Dabei stellte der Republikaner Einwanderer pauschal als Kriminelle dar und machte Harris für deren Verbrechen verantwortlich. Er behauptete, jeden Tag gebe es neue Berichte über unschuldige Amerikaner, die von illegalen Einwanderern, die Harris freigelassen habe, gefoltert, vergewaltigt, ermordet und massakriert würden. - Harris war früher Staatsanwältin.
Diese Nachricht wurde am 23.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.