Grenzkonflikt
Kambodscha und Thailand weiter uneins über Territorialfragen

Kambodscha hat Thailand eine Woche nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe eine "illegale Annexion" von Territorien vorgeworfen.

    Ein Mann trägt einen Karton durch ein Camp für Geflüchtete in Kambodscha.
    Nach den Kämpfen zwischen Thailand und Kambodscha im Dezember sind zehntausende Menschen auf der Flucht (picture alliance / Anton L. Delgado)
    Die thailändische Armee habe damit begonnen, auf der kambodschanischen Seite der Grenze eine Befestigung zu errichten, teilte das Informationsministerium in Phnom Penh mit. Zudem sei in dem Gebiet die thailändische Flagge gehisst worden. Die Regierung in Bangkok wies die Vorwürfe zurück und erklärte ihrerseits, die Streitkräfte hätten lediglich die Kontrolle über Gebiete übernommen, die zu Thailand gehörten aber von Kambodscha in der Vergangenheit "besetzt" worden seien. Der seit vielen Jahren schwelende Grenzkonflikt zwischen den Nachbarländern war im Dezember neu aufgeflammt.
    Bei den Kämpfen starben mindestens 47 Menschen. Ende Dezember einigten sich beide Seiten schließlich auf eine sofortige Feuerpause.
    Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.