Freitag, 19. August 2022

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Kammermusikfest Spannungen 2018
Klangopulentes Finale

„Man muss das Stück üben wie Bach und Paganini zusammen“, sagt Elisabeth Kufferath über Bernd Alois Zimmermanns Violinsonate. Sie spielte das anspruchsvolle Werk beim Abschlusskonzert des Kammermusikfests Spannungen, das von reizvollen stilistischen Kontrasten und musikalischen Grenzerfahrungen geprägt war.

Am Mikrofon: Norbert Hornig | 18.03.2019

    Elisabeth Kufferath imitiert mit einem Bogen Strichbewegung, die Augen sind geschlossen, der Mund zum emotionalen Ruf geöffnet
    Zu Gast beim Kammermusikfest Spannungen 2018: Die Bratschistin und Geigerin Elisabeth Kufferath (Faceland.com )
    Mit Musik von Bernd Alois Zimmermann ging es ins Finale beim Kammermusikfest Spannungen 2018. Die Aufführung der zwölftönig angelegten Sonate für Violine solo sollte im Abschlusskonzert an den aus Köln stammenden Komponisten erinnern, der zu den herausragenden Vertretern der musikalischen Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte.
    Themenschwerpunkt "Russische Kammermusik"
    Mit dem Klavierquintett op. 57 von Dmitri Schostakowitsch, einem seiner populärsten Kammermusikwerke, nahm das Programm des Abschlusskonzertes noch einmal den "roten Faden" auf, der sich durch das Festival zog: die russische Musik in ihren vielfältigen Dimensionen. Das Streichquintett op. 111 von Johannes Brahms, mit Christian Tetzlaff an der ersten Violine angeführt, bildete den klangopulenten Schlusspunkt des Konzertabends, der bereits Appetit machte auf das Festival Ende Juni dieses Jahres.
    Bernd Alois Zimmermann
    Sonate für Violine solo
    Dmitri Schostakowitsch
    Klavierquintett g-Moll, op. 57
    Johannes Brahms
    Streichquintett Nr. 2 G-Dur, op. 111
    Elisabeth Kufferath, Violine / Viola
    Anna Reszniak, Violine
    Byol Kang, Violine
    Christian Tetzlaff, Violine
    Yura Lee, Violine
    Barbara Buntrock, Viola
    Gustav Rivinius, Violoncello
    Julian Steckel, Violoncello
    Lars Vogt, Klavier
    Aufnahme vom 24. Juni 2018 aus dem Wasserkraftwerk Heimbach, Eifel