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Russlands Kernwaffenpläne für Belarus
Kampagne gegen Atomwaffen warnt vor "extrem gefährlicher Eskalation"

Die Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen hat die von Russland angekündigte Stationierung von Nuklearwaffen im Nachbarland Belarus mit deutlichen Worten kritisiert.

25.03.2023
    Schild am Hauptsitz der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, ICAN.
    Schild am Hauptsitz der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, ICAN. (AFP / FABRICE COFFRINI)
    Der Plan von Staatschef Putin sei eine "extrem gefährliche Eskalation", warnte die 2017 mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnete Organisation in Genf. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass solche Massenvernichtungswaffen zum Einsatz kämen. So sei das Risiko einer Fehleinschätzung oder Fehlinterpretation im Kontext des Ukraine-Kriegs extrem hoch. Putin hatte am Abend mitgeteilt, Moskau und Minsk hätten sich auf eine Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus geeinigt. Daran sei nichts Ungewöhnliches, da dies auch Praxis der USA auf dem Gebiet von Verbündeten in Europa sei. Russland verstoße damit auch nicht gegen internationale Verträge.
    Putin betonte, Russland behalte die Kontrolle über seine Kernwaffen. Träger sollen demnach zehn bereits nach Belarus verlegte Flugzeuge sowie Raketensysteme vom Typ Iskander sein.
    Diese Nachricht wurde am 25.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.