Erdbebenkatastrophe
Kampf gegen die Zeit in Venezuela - 60-Jährige nach drei Tagen aus Trümmern gerettet - weiterhin Zehntausende Vermisste

In Venezuela suchen Rettungskräfte mit Spürhunden an Tag vier der verheerenden Erdbebenkatastrophe weiter nach Überlebenden. Zehntausende Menschen werden noch vermisst. Eine sechzigjährige Frau konnte nach 86 Stunden von einem internationalen Suchteam in Caraballeda aus den Trümmern geborgen werden.

    Ein roter demolierter Wagen liegt zwischen den Trümmern, die das Erdbeben in Venezuela hinterlassen hat. Im Hintergrund sieht man Menschen bei der Suche nach Vermissten.
    Die verheerenden Beben in Venezuela hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5. Sie folgten nur knapp eine Minute aufeinander. (picture alliance / AP Photo / Javier Campos)
    Auch ein Team des Technischen Hilfswerks Bonn hat seine Arbeit vor Ort aufgenommen. Offiziell liegt die Zahl der registrierten Todesopfer bei bisher 1.430 und die der Verletzten bei 3.200.  
    Zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten binnen zweier Minuten am frühen Mittwochabend den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert. Papst Leo bekundete seine Anteilnahme. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach zudem den vielen Helfern Anerkennung und Dank aus. Die EU stellte fünf Millionen Euro Soforthilfe bereit und aktivierte den Europäischen Katastrophenschutzmechanismus. Der Mechanismus koordiniert die grenzüberschreitende Hilfe.
    Diese Nachricht wurde am 28.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.