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StartseiteSport am Wochenende"Noch nicht entschieden"05.05.2019

Kampf um die Deutsche Meisterschaft"Noch nicht entschieden"

Dass Borussia Dortmund so eine tolle Saison spiele, sei nicht zu erwarten gewesen, sagte Michael Henke, im Dlf-Interview und nahm BVB-Trainer Lucien Favre gegen Kritik in Schutz. Der ehemalige Co-Trainer von Ottmar Hitzfeld beim BVB und dem FCB meint: Dortmund muss den Titel noch nicht abschreiben.

Michael Henke im Gespräch mit Matthias Friebe

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(dpa/Peter Kneffel)
Als Co-Trainer Deutscher Meister mit Borussia Dortmund und Bayern München: Michael Henke (dpa/Peter Kneffel)

Nach der Derby-Niederlage gegen Schalke 04 wollte Dortmunds Trainer Lucien Favre den Titel bereits abschreiben und erntete dafür nicht nur von Vereinsseite Kritik. Die Aussage von Favre sei dem Frust geschuldet gewesen, den man nach so einer Niederlage habe, sagte Henke. Ein erfahrener Trainer wie Favre wisse aber, dass es zwar schwierig werde, wenn man Rückstand auf die Bayern hat, dass im Fußball aber immer auch komische Dinge passieren könnten.

Fehlende BVB-Stabilität spricht für Bayern

Auch Henke sieht noch eine Titelchance für Borussia Dortmund - trotz des vier Punkte-Rückstands auf den FCB. Denn bei einer Niederlage der Bayern am nächsten Spieltag in Leipzig und einem gleichzeitigen Sieg von Dortmund gegen Düsseldorf betrüge der Abstand vor dem letzten Spiel nur noch einen Punkt.

Für die Bayern spreche momentan jedoch, dass der BVB nicht ganz stabil sei. Das läge auch am fehlenden Selbstbewusstsein. Gleichzeitig müsse man der Dortmunder Mannschaft zu gute halten, dass sie nicht so erfahren sei wie München und dadurch vielleicht mit einigen Ereignissen in der Rückrunde nicht so gut zu Recht gekommen sei.

"Der BVB spielt eine tolle Bundesligasaison"

"Unter dem Strich muss man natürlich trotzdem sagen, dass der BVB eine tolle Bundesligasaison spielt", betonte Henke. Dies sei angesichts neuer Spieler und einem Umbruch im Verein nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Das jetzt, trotz einer starken Saison große Enttäuschung vorherrsche, habe mit dem Riesenvorsprung von zwischenzeitlich neun Punkten zu tun, den man noch weggegeben habe. Zumal dieser Vorsprung auch noch mit wunderbarem Fußball herausgespielt worden sei.

Der Einbruch der Dortmunder sei ein schleichender Prozess gewesen und könne nicht an einem bestimmten Ereignis festgemacht werden. Eine Rolle spiele sicherlich die Verletzungsproblematik. Für Dortmund sei es schwerer, Ausfälle von Leistungsträgern wie beispielsweise von Marco Reus zu kompensieren.

Kovac managt die Situation bei Bayern sehr gut

Nico Kovac mache als Bayern-Trainer einen tollen Job, weil sich der Verein in einen Umbruch und damit in einer schwierigen Situation befinde. Auch wenn die Bayern sicherlich andere Ansprüche, etwa in der Champions League, hätten, manage Kovac die Situation sehr gut. "Ich wünsche ihm, dass er das Double holt. Dann hat er sicherlich einen herausragenden Erfolg im ersten Trainerjahr bei Bayern."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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