Bundesparteitag
Kampfabstimmung um FDP-Vorsitz: Strack-Zimmermann tritt doch gegen Kubicki an

Beim FDP-Parteitag in Berlin kommt es nun doch zur einer Kampfabstimmung um den Vorsitz. Die Europa- und Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann erklärte sich am Nachmittag bereit, gegen den bisherigen stellvertretenden Parteichef Kubicki anzutreten. Sie wurde auf dem Parteitag von 33 Delegierten vorgeschlagen. Kubicki galt zuvor als einziger Kandidat.

    Berlin, Deutschland: Estrel: 77. Bundesparteitag der FDP: Marie-Agnes Strack-Zimmermann nach Bekanntgabe ihrer Kandidatur
    Marie-Agnes Strack-Zimmermann (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Er sagte in seiner Vorstellungsrede, er sei froh darüber, dass die beiden "alten Schlachtrösser" der FDP anträten. Er distanzierte sich dabei auch von der AfD und schloss eine Zusammenarbeit konsequent aus. Zuvor war auf dem Parteitag über den Umgang mit der AfD diskutiert worden - ausgelöst von Kubickis kürzlichen Aussagen über eine mögliche Abkehr von der sogenannten Brandmauer.

    Dürr für besseres Image

    Zum Auftakt des Parteitags hatte der scheidende FDP-Chef Dürr davor gewarnt, die Freien Demokraten nach den jüngsten Wahlniederlagen abzuschreiben. Sie hätten ihre Lehren gezogen und änderten sich, sagte Dürr. Die FDP wolle eine Partei des Fortschritts, der Zukunft und auch der Freundlichkeit sein.
    Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr hatte die FDP den Wiedereinzug ins Parlament verpasst. Sie ist außerdem nur noch in sechs von 16 Landtagen vertreten.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.