
Das Parlament hatte sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen. Jüdische Organisationen hatten ein Auftrittsverbot gefordert. Der Minister verurteilte die antisemitischen Äußerungen von West, der inzwischen unter dem Namen Ye auftritt. Äußerungen aus der Vergangenheit seien rechtlich jedoch kein Grund, ihm nun die Einreise zu verbieten. Zuvor waren Auftritte in anderen Ländern untersagt oder abgesagt worden.
Die Stadt Arnheim an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen erteilte die Genehmigung für die Konzerte des 48-jährigen Rappers am 6. und 8. Juni. Erst bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit könne die Stadt eine Genehmigung entziehen, sagte der Bürgermeister.
Kanye West hatte mehrfach antisemitische Aussagen gemacht, einen Song mit dem Titel "Heil Hitler" herausgebracht und T-Shirts mit Hakenkreuzen verkauft. Nach Protesten hatte er sich für Teile seiner Äußerungen entschuldigt und sein Verhalten mit einer psychischen Störung erklärt.
Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
