Medienberichte
Kanzleramtschef Frei soll Spahn-Nachfolger werden

Kanzleramtschef Frei soll ⁠Nachfolger des zurückgetretenen Unionsfraktionschefs Spahn werden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Danach haben sich die Vorsitzenden von CDU und CSU, Merz und Söder, auf die Personalie verständigt.

    Thorsten Frei (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, nimmt vor der Sitzung des Bundeskabinetts Platz.
    Thorsten Frei (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, soll Spahns Nachfolge antreten. (Sebastian Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der Vorschlag werde dem Unions-Fraktionsvorstand noch heute unterbreitet.
    Der CDU-Politiker Frei solle dann am kommenden Mittwoch in einer Sondersitzung des Gremiums gewählt werden, hieß es.
    Der 52-Jährige war in der vergangenen Legislaturperiode Parlamentarischer Geschäftsführer unter dem damaligen Fraktionschef und Oppositionsführer Merz und kennt die Arbeit an der Spitze der Unions-Abgeordneten bestens. Er war schon nach der Bundestagswahl 2025 für den Fraktionsvorsitz im Gespräch. Merz holte seinen engen Vertrauten dann aber ins Kanzleramt. Dort hat er dem Vernehmen nach nur schwer Fuß gefasst. Frei wurde von einigen in der Union vorgeworfen, lieber Interviews zu geben, als die Koalitionsarbeit zu koordinieren.
    Spahn war am Samstag als Unions-Fraktionschef im Bundestag zurückgetreten. Vorher hatte es gegen ihn Vorwürfe in Verbindung mit einer Leihmutterschaft in den USA gegeben, durch die Spahn und sein Ehemann einen Sohn bekommen hatten. In Deutschland ist das anders als in den USA verboten, Spahn hatte das Verbot selbst mehrfach unterstützt.
    Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.