Personalie
Kanzleramtschef Frei soll Spahn-Nachfolger werden

Die Vorsitzenden von CDU und CSU, Merz und Söder, haben sich auf einen Nachfolger für den zurückgetretenen Unionsfraktionschefs Spahn verständigt.

    Thorsten Frei (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, nimmt vor der Sitzung des Bundeskabinetts Platz.
    Thorsten Frei (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, soll Spahns Nachfolge antreten. (Sebastian Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Danach soll Kanzleramtsminister Frei das Amt übernehmen. Die
    Fraktionführung wurde am Nachmittag über den Vorschlag informiert. Am nächsten Mittwoch soll dann die gesamte Fraktion über die Personalie abstimmen. Merz sagte, Frei habe maßgeblichen Anteil am bisherigen Erfolg der Regierungsarbeit. Frei komme aus der Mitte der Fraktion und werde dort für das perfekte Zusammenspiel zwischen Parlament, Koalitionspartner und Bundesregierung sorgen. Söder erklärte, Frei werde ein guter Vorsitzender der gemeinsamen Bundestagsfraktion sein.
    SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese begrüßte die Nominierung.
    Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Frei.
    Spahn war am Samstag als Unions-Fraktionschef im Bundestag zurückgetreten. Vorher hatte es gegen ihn Vorwürfe in Verbindung mit einer Leihmutterschaft in den USA gegeben, durch die Spahn und sein Ehemann einen Sohn bekommen hatten. In Deutschland ist das anders als in den USA verboten, Spahn hatte das Verbot selbst mehrfach unterstützt.
    Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.