Asyl
Kanzleramtsminister Frei (CDU) feiert "Migrationswende" durch Bundesregierung - Forscher Kaus widerspricht

Kanzleramtsminister Frei hat eine positive Bilanz der Bundesregierung beim Thema Migrationspolitik gezogen.

    Kanzleramtsminister Thorsten Frei im Anzug und mit Krawatte spricht an der Kamera vorbei bei einer Kabinettssitzung in Berlin
    Thorsten Frei (CDU), Kanzleramtsminister (Archivbild) (picture alliance / dts-Agentur)
    Man habe die Wende geschafft, sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es kämen deutlich weniger Flüchtlinge ins Land. Straftäter würden sogar nach Syrien und Afghanistan abgeschoben. Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) sei hier sehr erfolgreich. Der Kanzleramtschef betonte, eine Situation wie die Flüchtlingskrise 2015 dürfe sich nicht wiederholen. Diese Regierung zeige, dass sich etwas ändere, wenn man an den richtigen Stellschrauben drehe.
    Der Migrationsforscher Gerald Knaus hatte gestern betont, die Entwicklung habe wenig mit der Bundesregierung zu tun. Dass die Asylanträge in Deutschland zurückgegangen seien, liege vor allem am Sturz des Assad-Regimes in Syrien und dem damit einhergehenden Rückgang der Flüchtlingszahlen. Die Bundesregierung setze indes auf Symbolpolitik, kritisierte er mit Blick auf die Zurückweisungen an den Binnengrenzen. Dies habe einst nur die AfD gefordert, sei europarechtswidrig und entfalte wenig Wirkung.
    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.