Viele Nein-Stimmen aus der Union
Kanzlermehrheit für Rentengesetz ist weiterhin ungewiss

Nach einer Testabstimmung in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist weiterhin unklar, ob die Regierungskoalition das geplante Rentengesetz aus eigener Kraft verabschieden kann.

    Zwei Senioren gehen mit Gehhilfen durch den Garten eines Seniorenheims. Eine Person nutzt einen Rollator, die andere einen Gehstock.
    Die alternde Gesellschaft stellt das bisherige Rentensystem vor große Herausforderungen (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Bei dem unverbindlichen Votum in der Unionsfraktion stimmten nach Teilnehmerangaben rund 15 Abgeordnete gegen die Rentenvorlage aus dem SPD-geführten Bundesarbeitsministerium. Damit ist eine Mehrheit bei der für Freitag geplanten Abstimmung im Bundestag nicht sicher - und damit auch der Fortbestand der Koalition. Die Führung der Unionsfraktion hat die Abweichler deshalb zu Einzelgesprächen aufgefordert.
    Der Widerstand gegen die Rentenpolitik kommt vor allem aus der Jungen Gruppe der Unionsfraktion. Zu ihr zählen 18 Abgeordnete, die zu Beginn der Legislaturperiode höchstens 35 Jahre alt waren. CDU, CSU und SPD haben aber nur zwölf Stimmen Mehrheit im Parlament.
    Diese Nachricht wurde am 03.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.