Kürzungen im Gesundheitswesen
Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt vor längeren Wartezeiten auf Facharzttermin

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt hat vor deutlich längeren Wartezeiten auf einen Facharzttermin.

    Andreas Gassen, Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
    Andreas Gassen, Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Verbandschef Gassen sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", sollte Gesundheitsministerin Warken die Kürzungsempfehlungen der Expertenkommission umsetzen, würden Patienten das spüren. Dann könnte man auch schon mal 50 Tage und mehr auf einen Termin bei einem Facharzt warten. Vor zwei Jahren waren es laut Bundesregierung noch 42 Tage. Gassen verwies auf Pläne, die Zuschläge zu streichen, die Fachärzte bei der Vermittlung von Terminen durch Hausärzte oder Servicestellen bekommen. Wenn das komme, böten die Fachärzte nur noch Termine an, die tatsächlich bezahlt würden.
    Die Forderung von SPD-Fraktionschef Miersch nach einer Termingarantie von drei Wochen wies Gassen zurück. Die medizinische Notwendigkeit müsse die Terminvergabe bestimmen - und nicht die Politik. Nötig sei darüber hinaus eine klare Definition von Dringlichkeit. Nur wenige Patienten müssten innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen behandelt werden. Wer Rückenschmerzen habe, müsse nicht morgen untersucht werden, wenn er die Beschwerden schon seit drei Jahren habe.
    Diese Nachricht wurde am 06.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.