Kirche
Katholische Bischofskonferenz: Scheidender Vorsitzender Bätzing sieht weiter Konflikte unter Bischöfen

Der scheidende Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, geht davon aus, dass es auch unter seinem Nachfolger Konflikte innerhalb des Gremiums geben wird. Bätzing sagte in seiner Abschiedsrede zu Beginn der Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg, er glaube nicht, dass in naher Zukunft in den anstehenden Fragen alle in dieselbe Richtung gehen würden.

    Würzburg: Der scheidende Vorsitzenden Georg Bätzing spricht bei einer Pressekonferenz vor Beginn der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.
    Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (Daniel Löb / dpa / Daniel Löb)
    Bätzing äußerte die Hoffnung, dass der künftige Vorsitzende die Konflikte so moderieren könne, dass man einander verstehe. Er hatte angekündigt, nicht erneut für das Amt zur Verfügung zu stehen. Die Bischofskonferenz wählt deshalb morgen einen neuen Vorsitzenden. Offizielle Nachfolge-Kandidaten gibt es nicht. Die Wahl des neuen Vorsitzenden gilt als offen. Häufig genannt wurde im Vorfeld der Paderborner Erzbischof Bentz, der früher Sekretär des verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Kardinal Lehmann war. Auch der Essener Bischof Overbeck und der Augsburger Bischof Meier werden gehandelt.
    Die Konferenz ist im Umgang mit dem Reformprojekt "Synodaler Weg" gespalten, bei dem es etwa um innerkirchliche Gewaltenteilung, mehr Beteiligung von Frauen und eine neue Sexualmoral ging. Die Bischöfe aus Köln, Regensburg, Passau und Eichstätt hatten sich daraus zurückgezogen. Bätzing hat den Reformkurs in den vergangenen Jahren dagegen stark unterstützt.
    Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.