Am Dresdner Institut für Polymerforschung hat ein Forscher einen ungeahnt elastischen Gummi entwickelt. Das Band ist transparent wie ein Stück Tesafilm und mißt nicht mehr als zehn Zentimeter. Roland Weidisch kann es mühelos auf 1,60 Meter dehnen: "Die Reißdehnung ist bis zu 2000 Prozent, kommerzielle Elastomere kommen maximal auf 800 oder 900 Prozent." Ein Luftballon etwa hat ungefähr 700 Prozent zu bieten, kann sich also auf die siebenfache Größe aufblasen lassen. Außerdem zieht sich das Ballongummi nicht mehr komplett zusammen, nachdem man es mehrmals stark gedehnt hat. Bei Weidischs Elastomer ist das durchaus so.
Die extrem hohe Elastizität des neuen Kunststoffs beruht auf seinem inneren Aufbau. Wie bei allen Polymere ordnen sich seine Bestandteile nach einem ganz spezielle Muster in langen Ketten an. In bestimmten Abständen sind kurze Seitenäste, die die hohe Elastizität bringen. Das Rückgrat ist gummiartig, während die Seitenäste aus Molekülen bestehen, die man beispielsweise zur Herstellung starrer Kunststoffe wie Plexiglas verwendet. Die Kombination macht die Polymere hoch elastisch und gleichzeitig sehr fest.
Ein optimales Material für einen Airbag. Weidisch: "Wir haben hohe Festigkeiten, wie sie von den bisherigen Airbag-Materialien auch bekannt sind, und können trotzdem die Elastizitäten verbessern." Auch in der Medizintechnik könnte der neue Kunststoff Verwendung finden, denn das Material ist transparent und im Körper problemlos verwendbar. Bislang gibt es von dem superelastischen Kunststoff nur kleine Probestücke. Jetzt müssen größere Mengen her. Der Dresdner Polymerfoscher steht bereits in Kontakt mit einem großen deutschen Kunststoffhersteller: "Wir hoffen, daß dort die Möglichkeit besteht, dort größere Mengen zu synthetisieren. Wenn das kostengünstig ist, kann ich mir vorstellen, in näherer Zukunft diese Materialien auf dem Markt zu etablieren."
[Quelle: Uta Bilow]
Die extrem hohe Elastizität des neuen Kunststoffs beruht auf seinem inneren Aufbau. Wie bei allen Polymere ordnen sich seine Bestandteile nach einem ganz spezielle Muster in langen Ketten an. In bestimmten Abständen sind kurze Seitenäste, die die hohe Elastizität bringen. Das Rückgrat ist gummiartig, während die Seitenäste aus Molekülen bestehen, die man beispielsweise zur Herstellung starrer Kunststoffe wie Plexiglas verwendet. Die Kombination macht die Polymere hoch elastisch und gleichzeitig sehr fest.
Ein optimales Material für einen Airbag. Weidisch: "Wir haben hohe Festigkeiten, wie sie von den bisherigen Airbag-Materialien auch bekannt sind, und können trotzdem die Elastizitäten verbessern." Auch in der Medizintechnik könnte der neue Kunststoff Verwendung finden, denn das Material ist transparent und im Körper problemlos verwendbar. Bislang gibt es von dem superelastischen Kunststoff nur kleine Probestücke. Jetzt müssen größere Mengen her. Der Dresdner Polymerfoscher steht bereits in Kontakt mit einem großen deutschen Kunststoffhersteller: "Wir hoffen, daß dort die Möglichkeit besteht, dort größere Mengen zu synthetisieren. Wenn das kostengünstig ist, kann ich mir vorstellen, in näherer Zukunft diese Materialien auf dem Markt zu etablieren."
[Quelle: Uta Bilow]