und Verbraucherverbände, dem sich auch Verkehrsclubs angeschlossen haben.
Natürlich ist ihr Name Programm. Allergie, Asthma, Lungenkrebs - feine Dieselstäube werden eingeatmet, und je winziger sie sind, desto tiefer dringen sie ins Lungengewebe vor, warnt die Umweltorganisation Greenpeace. Die Verbände luden heute vormittag in Berlin zu einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Es scheint ja in der Tat eine Geschichte ohne Ende zu sein. Und Hintergrund, warum die Initiative "Kein Diesel ohne Filter" heute noch mal an die Öffentlichkeit geht, ist ein für heute anberaumtes Gespräch zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bernd Pischetsrieder im Kanzleramt. Pischetsrieder ist ja derzeit nicht nur Chef von VW, sondern auch Präsident des europäischen Automobilverbandes. Und wenn die Umweltverbände richtig informiert sind, dann will der VW-Chef eine Aufschiebung der Einführung der Filter um mindestens zwei Jahre erreichen. Das wäre natürlich ein Schlag ins Gesicht der Umweltschützer, die sich fast schon am Ziel sahen, weil ja eigentlich schon eine steuerliche Förderung der Partikelfilter zur Diskussion stand. Jürgen Resch ist Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.
Es ist ein Skandal, eine Umwelttechnologie, die andere schon eingeführt haben, jetzt wiederum zu bekämpfen, um sich auf einen sehr viel niedrigeren Stand zu vergleichen. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf, die deutschen Fahrzeughersteller in ihren Bemühungen zu bestärken, die Dieselruß-Problematik zu lösen. Aber: Der Partikelfilter muss wegen der enormen Gesundheitsrisiken durch gesetzliche Schritte schnell gefördert werden.
Deutschland wolle wohl die rote Laterne behalten, mutmaßt denn auch der Verkehrsclub Deutschland. Denn die Konkurrenz der deutschen Industrie, vor allem die Franzosen, haben bereits längst den Rußfilter. Und auch Mercedes Benz oder Opel als Konkurrent von VW haben inzwischen mit der Ausstattung ihrer Fahrzeuge begonnen. Gerd Lottsiepen vom VCD ist deshalb mehr als nur empört.
Ein Einknicken des Bundeskanzlers gegenüber Herrn Pischetsrieder wäre das Ende einer glaubwürdigen Umwelt- und Gesundheitspolitik. Fortschrittliche Unternehmen würden bestraft – und das von der Regierung ausgerufene "Jahr der Innovation" würde zu einer Lachnummer.
Die deutsche Industrie hat sich ja jahrelang mit der Einführung der Filtertechnik zurückgehalten. Man wolle das Problem eher innermotorisch lösen, hieß stets die Argumentation. Da gab es sicherlich auch Fortschritte. Doch die sauberste Lösung für die Umwelt und auch für die Menschen sei der Filter, sagt Jürgen Resch von der Umwelthilfe.
Richtig ist, dies kündigt die deutsche Fahrzeugindustrie schon seit zehn Jahren an. Und richtig ist auch, es wird wohl auch noch weitere zehn Jahre dauern, bis eine solche Technologie serienreif sein könnte. Wenn überhaupt. Bis dahin würden dann aber noch Tausende Menschen an den Dieselruß-Emissionen sterben.
So schätzt Greenpeace die Zahl der Opfer hierzulande auf rund 8000 jährlich. Dieselruß verursache Lungenkrebs, so die Umweltschützer. Man fordert also, dass die steuerliche Förderung des Partikelfilters kommt, und die Umweltverbände fordern auch einen geringen Rußwert bei den Kriterien der Förderung: 2,5 Milligram pro Kilometer. Der VW-Chef scheint dagegen einen vierfach höheren Grenzwert zu favorisieren. Stefan Bundscherer vom BUND macht deshalb auch darauf aufmerksam, dass ab nächstem Jahr niedrigere Grenzwerte im Straßenverkehr gelten würden – und zwar EU-weit.
Entweder wir erreichen eine drastische Reduzierung der Atemgifte durch die steuerliche Förderung des Partikelfilters – und, wo es nötig ist, durch ergänzende Verkehrslenkung. Oder wir bekommen die Blockade des Filters durch erfolgreiche Lobbyarbeit und damit weiterhin die unkontrollierte Ausbreitung der Atemgifte aus Dieselfahrzeugen. Dies würde mit Sicherheit eine massive Überschreitung der Grenzwerte in sehr vielen deutschen Städten und Gemeinden bedeuten.
Heute um 15 Uhr soll das Treffen zwischen dem Bundeskanzler und dem VW-Chef stattfinden. Die Umweltverbände werden genau hinschauen, welche Absprachen eventuell getroffen werden.
Natürlich ist ihr Name Programm. Allergie, Asthma, Lungenkrebs - feine Dieselstäube werden eingeatmet, und je winziger sie sind, desto tiefer dringen sie ins Lungengewebe vor, warnt die Umweltorganisation Greenpeace. Die Verbände luden heute vormittag in Berlin zu einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Es scheint ja in der Tat eine Geschichte ohne Ende zu sein. Und Hintergrund, warum die Initiative "Kein Diesel ohne Filter" heute noch mal an die Öffentlichkeit geht, ist ein für heute anberaumtes Gespräch zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bernd Pischetsrieder im Kanzleramt. Pischetsrieder ist ja derzeit nicht nur Chef von VW, sondern auch Präsident des europäischen Automobilverbandes. Und wenn die Umweltverbände richtig informiert sind, dann will der VW-Chef eine Aufschiebung der Einführung der Filter um mindestens zwei Jahre erreichen. Das wäre natürlich ein Schlag ins Gesicht der Umweltschützer, die sich fast schon am Ziel sahen, weil ja eigentlich schon eine steuerliche Förderung der Partikelfilter zur Diskussion stand. Jürgen Resch ist Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.
Es ist ein Skandal, eine Umwelttechnologie, die andere schon eingeführt haben, jetzt wiederum zu bekämpfen, um sich auf einen sehr viel niedrigeren Stand zu vergleichen. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf, die deutschen Fahrzeughersteller in ihren Bemühungen zu bestärken, die Dieselruß-Problematik zu lösen. Aber: Der Partikelfilter muss wegen der enormen Gesundheitsrisiken durch gesetzliche Schritte schnell gefördert werden.
Deutschland wolle wohl die rote Laterne behalten, mutmaßt denn auch der Verkehrsclub Deutschland. Denn die Konkurrenz der deutschen Industrie, vor allem die Franzosen, haben bereits längst den Rußfilter. Und auch Mercedes Benz oder Opel als Konkurrent von VW haben inzwischen mit der Ausstattung ihrer Fahrzeuge begonnen. Gerd Lottsiepen vom VCD ist deshalb mehr als nur empört.
Ein Einknicken des Bundeskanzlers gegenüber Herrn Pischetsrieder wäre das Ende einer glaubwürdigen Umwelt- und Gesundheitspolitik. Fortschrittliche Unternehmen würden bestraft – und das von der Regierung ausgerufene "Jahr der Innovation" würde zu einer Lachnummer.
Die deutsche Industrie hat sich ja jahrelang mit der Einführung der Filtertechnik zurückgehalten. Man wolle das Problem eher innermotorisch lösen, hieß stets die Argumentation. Da gab es sicherlich auch Fortschritte. Doch die sauberste Lösung für die Umwelt und auch für die Menschen sei der Filter, sagt Jürgen Resch von der Umwelthilfe.
Richtig ist, dies kündigt die deutsche Fahrzeugindustrie schon seit zehn Jahren an. Und richtig ist auch, es wird wohl auch noch weitere zehn Jahre dauern, bis eine solche Technologie serienreif sein könnte. Wenn überhaupt. Bis dahin würden dann aber noch Tausende Menschen an den Dieselruß-Emissionen sterben.
So schätzt Greenpeace die Zahl der Opfer hierzulande auf rund 8000 jährlich. Dieselruß verursache Lungenkrebs, so die Umweltschützer. Man fordert also, dass die steuerliche Förderung des Partikelfilters kommt, und die Umweltverbände fordern auch einen geringen Rußwert bei den Kriterien der Förderung: 2,5 Milligram pro Kilometer. Der VW-Chef scheint dagegen einen vierfach höheren Grenzwert zu favorisieren. Stefan Bundscherer vom BUND macht deshalb auch darauf aufmerksam, dass ab nächstem Jahr niedrigere Grenzwerte im Straßenverkehr gelten würden – und zwar EU-weit.
Entweder wir erreichen eine drastische Reduzierung der Atemgifte durch die steuerliche Förderung des Partikelfilters – und, wo es nötig ist, durch ergänzende Verkehrslenkung. Oder wir bekommen die Blockade des Filters durch erfolgreiche Lobbyarbeit und damit weiterhin die unkontrollierte Ausbreitung der Atemgifte aus Dieselfahrzeugen. Dies würde mit Sicherheit eine massive Überschreitung der Grenzwerte in sehr vielen deutschen Städten und Gemeinden bedeuten.
Heute um 15 Uhr soll das Treffen zwischen dem Bundeskanzler und dem VW-Chef stattfinden. Die Umweltverbände werden genau hinschauen, welche Absprachen eventuell getroffen werden.