Krieg in der Ukraine
Kein direktes Treffen - Selenskyj kritisiert Putins Absage

Russlands Präsident Putin hat das Angebot des ukrainischen Präsidenten Selenskyj zu einem direkten Treffen ausgeschlagen. Dieser warf Putin daraufhin vor, keinen Frieden zu wollen.

    Der russische Staatschef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Collage
    Russlands Präsident Putin hat das vom ukrainischen Präsidenten Selenskyj vorgeschlagene Treffen abgesagt. (dpa / Pool Sputnik Kr / Gavriil Grigorov)
    Selenskyj erklärte am Abend, Putin habe sich damit erneut für Krieg entschieden. Diese Anwort werde viele Menschen weltweit enttäuschen. Der Kremlchef hatte zuvor auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg gesagt, er sehe derzeit keinen Sinn in einem persönlichen Treffen mit Selenskyj. Zunächst müssten Lösungen für ein Friedensabkommen erarbeitet werden. Putin erklärte, das Schreiben des ukrainischen Präsidenten enthalte zudem „Elemente von Unverschämtheit“. Anlass war ein offener Brief Selenskyjs. In diesem hatte er ein direktes Gespräch vorgeschlagen, um einen Weg zum Ende des russischen Angriffskrieges zu finden.
    Am Sonntag kommt der ukrainische Präsident in London mit Bundeskanzler Merz, Frankreichs Präsident Macron und dem britischen Regierungschef Starmer zusammen. Dies teilte das französische Präsidialamt mit. Die EU und die Bundesregierung hatten das Gesprächsangebot Selenskyjs an Putin begrüßt.
    Beim St. Petersburger Wirtschaftsforum hatte Putin eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung in Russland eingeräumt. Er zeigte sich jedoch überzeugt, dass sein Land weiter gestärkt werde.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.