
Die aktuelle Führung des Weltverbandes habe das Vertrauen der UEFA und weiterer Mitgliedsverbände verloren. Der europäische Verband warf Infantino ein intransparentes und - Zitat - schäbiges Verhalten vor.
"Eklatanter Akt schlechter Führung und mangelhafter Governance"
Auch der Kontinentalverband CONCACAF übte unverblümte Kritik an Infantino. Die Idee eines Verkaufs von WM-Anteilen sei "das Symptom einer Führung, für die der Fußball nicht mehr an erster Stelle steht", teilte der Verband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik am Samstag mit. Eine "umfassende Aufarbeitung dieser Präsidentschaft" sei zwingend erforderlich, hieß es weiter. Der Name Infantino fiel in dem Statement nicht, doch die Botschaft war eindeutig. Die Zukunft der WM sei in den vergangenen Tagen "ohne Transparenz, ohne Konsultation und ohne Einhaltung ordnungsgemäßer Verfahren" verhandelt worden: "Dieser jüngste einseitige und eklatante Akt schlechter Führung und mangelhafter Governance reiht sich in eine Kette von Fehltritten und ähnlichen Verhaltensweisen ein."
Pläne schon zurückgezogen
Der FIFA-Präsident will sich im kommenden Frühjahr zur Wiederwahl stellen. Bislang konnte er sich dabei auf die Mehrheit der FIFA-Mitgliedsländer verlassen. Die FIFA hatte ihre Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an Investoren nach Protesten mehrerer Kontinentalverbände zurückgezogen. Der Vorschlag sah die Beteiligung privater Unternehmen und zusätzliche Milliardeneinnahmen vor.
Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
