Fußball
Kein Vertrauen mehr in Infantino: UEFA fordert umfassende Konsequenzen nach Aus der FIFA-Investorenpläne

Nach dem Aus für die Investorenpläne der FIFA für die Fußball-Weltmeisterschaft fordert der europäische Verband UEFA eine umfassende Aufarbeitung.

    Der FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt in die Kamera
    FIFA-Präsident Infantino steht in der Kritik. (picture alliance / PA Images / Bradley Collyer)
    Es müsse dafür gesorgt werden, dass so etwas nie wieder vorkommen könne, hieß es in einer Mitteilung. Die UEFA deutete auch an, eine weitere Amtszeit von FIFA-Präsident Infantino verhindern zu wollen. Die aktuelle Führung des Weltverbandes habe das Vertrauen der UEFA und weiterer Mitgliedsverbände verloren. Der europäische Verband warf Infantino ein intransparentes und - Zitat - schäbiges Verhalten vor. Der FIFA-Präsident will sich im kommenden Frühjahr zur Wiederwahl stellen. Bislang konnte er sich dabei auf die Mehrheit der Mitgliedsländer verlassen. Die FIFA hatte ihre Pläne zum Verkauf von WM-Anteilen an Investoren nach Protesten mehrerer Kontinentalverbände zurückgezogen. Der Vorschlag sah die Beteiligung privater Unternehmen und zusätzliche Milliardeneinnahmen vor. Diese wären über ein Tochterunternehmen der FIFA gebündelt worden, an dessen Spitze Infantino stehen sollte. Als Investoren waren bereits Personen aus dem engen Umfeld von US-Präsident Trump im Gespräch.
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.