Weltgesundheitsorganisation
Keine Hinweise auf gefährliche Hantavirus-Mutation

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sieht die Weltgesundheitsorganisation bislang keine Hinweise auf eine gefährliche Mutation des Erregers. Nach Angaben der WHO zeigen genetische Analysen unter anderem keine erhöhte Übertragbarkeit.

    Elektronenmikroskopische Aufnahme von Hantavirus-Partikeln.
    Nach dem Ausbruch auf einer Kreuzfahrt wurde das Virus analysiert. (picture alliance/Visually/Scott Camazine)
    Bei den Infektionen auf dem Schiff "Hondius" wurden bisher zehn positive Fälle registriert. Drei infizierte Menschen starben, darunter auch eine Frau aus Deutschland. WHO-Chef Tedros sagte, aufgrund der mehrwöchigen Inkubationszeit des Virus könnten unter den ehemaligen Passagieren noch weitere Fälle bekannt werden. Dies sei aber kein Zeichen für einen wachsenden Ausbruch, sondern für funktionierende Überwachungsmaßnahmen.
    Auf dem Schiff hatte sich das südamerikanische Andesvirus übertragen. Es wird wie alle Hantavirus-Typen in der Regel von Nagetieren verbreitet. Bei dieser Virus-Variante sind vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen möglich.
    Die WHO geht davon aus, dass sich ein Passagier aus den Niederlanden vor Reisebeginn in Südamerika infiziert hatte.
    Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.