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Keine Klage

Ursprünglich sollte vor dem Landgericht Magdeburg der Berufungsprozess gegen den einstigen Olympiastützpunktleiter von Magdeburg, Handball-Manager und Multifunktionär Bernd-Uwe Hildebrandt verhandelt werden. Doch dieser fand - überraschenderweise - nicht statt.

Von Thomas Purschke |
    Wenige Tage vor der Verhandlung zog der 52-jährige Bernd-Uwe-Hildebrandt seine Berufung zurück. Hildebrandt wollte ursprünglich gegen seine Verurteilung durch das Amtsgericht Magdeburg vorgehen. Dieses hatte ihn am 4. Mai 2010 wegen Untreue in zwei Fällen zu einer Gesamtgeldstrafe von 7000 Euro verurteilt. Das Urteil gegen Hildebrandt ist nun rechtskräftig. Hintergrund war eine Abfindungszahlung an den ehemaligen Handballprofi Maik Machulla vom SC Magdeburg, welche Hildebrandt von Konten der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des Leistungssports veranlasste. Hildebrandt war Geschäftsführer dieser Gesellschaft, die mit Steuermitteln gespeist wurde.

    Bereits im Juli 2008 war Hildebrandt wegen Bestechlichkeit im Geschäftsverkehr zu 3.000 Euro verurteilt worden. Im April 2010 zahlte er 10.000 Euro, um in einem dritten Verfahren einer Verurteilung zu entgehen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Magdeburg mitteilte, laufen noch umfangreiche weitere Ermittlungen zu Hildebrandt.

    Der ehemalige DDR-Ruderer und FDJ-Sekretär Hildebrandt hatte bisher die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten.