Sonntag, 25. Februar 2024

Studie
 Keine Kündigungswelle in der Pflege während der Corona-Pandemie - Anstieg dank ausländischer Arbeitskräfte

Die hohe Belastung von Pflegekräften während der Pandemie hat nicht zu einer Kündigungswelle geführt.

24.01.2024
    Eine Pflegekraft begleitet die Bewohnerin eines Altenheims mit Rollator beim Gang durch den Flur.
    Die Zahl der Pflegekräfte ist seit 2016 deutlich angestiegen. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
    Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellte dazu in Nürnberg eine Studie vor. Die Beschäftigungsverhältnisse waren nach Beginn der Corona-Pandemie ähnlich stabil wie vorher.
    In einem Zeitraum von fünf Jahren stieg die Zahl der Pflegekräfte sogar deutlich an. 2021 waren laut IAB 80.000 Fach- und Hilfskräfte im Gesundheits- und Pflegesektor mehr tätig als 2016. Das sei ein Plus von 8,5 Prozent. Allerdings unterscheidet sich die Tendenz ja nach Arbeitsumfeld. Am stabilsten seien die Beschäftigungsverhältnisse in den Krankenhäusern geblieben. Pflegeheime hätten bei den Fachkräften hingegen einen leichten Rückgang verzeichnet.
    Der Personalzuwachs in der Summe resultiert nach Angaben der Forscher überwiegend aus der vermehrten Einstellung ausländischer Beschäftigter. Der Frauenanteil liege bei mehr als 80 Prozent. Trotz des Anstiegs müssten künftig mehr Menschen für einen Pflegeberuf gewonnen werden.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.