Westafrika
Keine Opposition mehr im Parlament von Benin

Bei der Parlamentswahl im westafrikanischen Benin haben die Parteien des Präsidentenblocks nach offiziellen Angaben alle Sitze gewonnen.

    Ein schwarzer Mann mit kurzen Haaren und runder Brille spricht in ein Mikrofon. Er trägt ein weißes Hemd und ein graues Sakko.
    Der Präsident von Benin, Patrice Talon. (AFP / RAFAELA ARAUJO)
    Die Opposition schaffte es demnach bei der Wahl vor einer Woche nicht mehr ins Abgeordnetenhaus. Dies geht aus den Zahlen hervor, die von der Nationalen Wahlkommission veröffentlicht wurden. Nur zwei politische Parteien des Präsidentenlagers konnten in jedem der 24 Wahlkreise 20 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, um gemäß dem Gesetz einen Sitz in der Nationalversammlung zu erhalten. In drei Monaten finden in dem westafrikanischen Land auch Präsidentenwahlen statt. Amtsinhaber Talon darf nicht mehr antreten. Finanzminister Wadagni gilt als Nachfolger.
    Benin galt lange als dynamische Demokratie. Unter Talon, der seit 2016 an der Macht ist, verfolgte die Regierung jedoch einen zunehmend autoritären Kurs. Im Dezember war ein Putsch der Armee gescheitet.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.