Seit zwei Semestern können angehende Studenten, die bei der Bewerbung für ein NC-Fach durchgefallen sind, über die ZVS an einem persönlichen Auswahlgespräch teilnehmen, um doch noch einen Studienplatz zu bekommen. Doch nur wenige deutsche Universitäten bietet solche persönlichen Gespräche an. Eine positive Ausnahme ist München. Allein in der Humanmedizin haben von den 400 künftigen Erstsemestern 62 das Auswahlgespräch erfolgreich absolviert. Dreimal so viele Bewerber hatte die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) verfahrensgemäß zugeteilt. Der Prorektor der Ludwig-Maximilians-Universität München Wilhelm Vossenkuhl ging zwar wie die ZVS davon aus, dass zunächst der Notenschnitt des Abiturs die Eignung der Bewerber bestimmt. "Wir mussten dann aber feststellen, das Studierfähigkeit eine komplexe Geschichte ist, die nicht nur mit dem Abitur zusammenhängt, sondern auch mit den Zielvorstellungen, die die Studierenden haben." Die könne man aber nur in einem Gespräch herausfinden.
Doch nicht alle Hochschulen denken so. Nach einer Stichprobe der ZVS greifen nur 15 Prozent auf die Möglichkeit des Auswahlgesprächs zurück, davon mehr Ost- als Westuniversitäten und die medizinischen Fakultäten stärker als die Geistes- und Naturwissenschaften. Auch an der Uni Bonn verzichtet man auf das Auswahlgespräch. Pressesprecher Andreas Archut erklärt, warum: "Zum einen sind die Kandidaten vorher schon bei der ZVS gescheitert. Mit anderen Worten: Wir dürfen von den schlechten Bewerbern die guten aussuchen." Zum zweiten sei mit dem Verfahren ein riesiger Personal- und Zeitaufwand verbunden.
Doch nicht alle Hochschulen denken so. Nach einer Stichprobe der ZVS greifen nur 15 Prozent auf die Möglichkeit des Auswahlgesprächs zurück, davon mehr Ost- als Westuniversitäten und die medizinischen Fakultäten stärker als die Geistes- und Naturwissenschaften. Auch an der Uni Bonn verzichtet man auf das Auswahlgespräch. Pressesprecher Andreas Archut erklärt, warum: "Zum einen sind die Kandidaten vorher schon bei der ZVS gescheitert. Mit anderen Worten: Wir dürfen von den schlechten Bewerbern die guten aussuchen." Zum zweiten sei mit dem Verfahren ein riesiger Personal- und Zeitaufwand verbunden.