genESOM
KI-Anwendung könnte Zahl der benötigten Labortiere für Versuche deutlich reduzieren

Eine neue Anwendung Künstlicher Intelligenz könnte laut mehreren wissenschaftlichen Instituten die Nutzung von Labortieren verringern. Beim Testen neuer Wirkstoffe dürfte sich deren Zahl demnach um 30 bis 50 Prozent verringern.

    Eine weiße Maus sitzt in einem Plastikbehälter.
    Die KI könnte die Daten aus bereits durchgeführten Tierversuchen so ergänzen, dass für weitere Ergebnisse weniger Tiere nötig wären. (picture alliance / APA / picturedesk.com / Hans Klaus Techt)
    Das teilten die Goethe-Universität Frankfurt, die Philipps-Universität Marburg und das Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie mit. Die KI namens genESOM kann den Angaben zufolge aus eingespeisten Informationen Daten so genau errechnen, als ob diese an einem Versuchstier im Labor erhoben worden wären. Mit der Methode lässt sich zudem der experimentelle Datenschatz vergrößern. Die KI kann so tun, als wäre an deutlich mehr Labortieren getestet worden. Allerdings muss genESOM mit Daten trainiert werden, die in realen Tierexperimenten gewonnen wurden.
    Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.