Verteidigung
Kiesewetter (CDU): Möglicher Stopp der Stationierung von US-Raketen besorgniserregend - mehr Zusammenarbeit mit Ukraine nötig

Der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter fordert als Konsequenz aus dem möglichen Stopp der Stationierung von US-Raketen in Deutschland eine engere Zusammenarbeit mit der Ukraine.

    Der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter sitzt im Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Er trägt eine Brille, einen blauen Anzug, weißes Hemd und rote Krawatte.
    Der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter (Archivbild) (picture alliance / dts-Agentur )
    Die USA stünden nicht mehr verlässlich zur militärischen Abschreckung in Europa, sagte Kiesewetter im Deutschlandfunk. Es sei dringend eine Antwort auf die in Kaliningrad stationierten russischen Raketen nötig. Statt abzuwarten, könnte man mit der Ukraine Raketen entwickeln. Kiesewetter betonte, man sollte sich klarmachen, dass Europa bei der konventionellen Verteidigung mehr von der Ukraine abhängig sei als umgekehrt. Der CDU-Politiker nannte einen Stopp der Raketen-Stationierung als deutlich besorgniserregender als den von US-Präsident Trump angekündigten teilweisen Truppenabzug. Diese Einschätzung teilen auch führende Sicherheitsexperten.
    Medien hatten kürzlich unter Berufung auf das Pentagon berichtet, dass das zuständige Bataillon für die Stationierung von "Tomahawk"-Marschflugkörpern nicht mehr nach Deutschland entsandt werden solle. Die Stationierung war 2024 vom damaligen US-Präsidenten Biden und Kanzler Scholz vereinbart worden und sollte dieses Jahr beginnen.
    Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.