
Es gebe ernsthafte Schäden auf dem Gelände, teilte Militärgouverneur Tkatschenko mit. Verbreitete Aufnahmen zeigen, wie Feuer aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln einer dort befindlichen Kathedrale lodert. Die Klosteranlage auf den Hügeln am Fluss Dnipro gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Herzstück ist die 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstörte und erst Ende der 1990er Jahre wieder aufgebaute Kathedrale.
Der Angriff auf das Höhlenkloster ist nach Angaben von Präsident Selenskyj "eines der bislang schwerwiegendsten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur". Er forderte die G7-Staaten auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Hilfe für die ukrainische Luftabwehr zu verstärken. Auch Frankreich verurteilte den Angriff. Außenminister Barrot verglich diesen mit einem Bombardement der Pariser Kathedrale Notre-Dame.
Russland weist eine direkte Verantwortung für die Schäden zurück. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurde das Höhlenkloster von einer Patriot-Rakete der ukrainischen Flugabwehr getroffen.
Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
