Duisburg
Kindernothilfe mahnt mehr Aufmerksamkeit für Krisen jenseits der Kriege in Europa und dem Nahen Osten

Die Kriege in Europa und dem Nahen Osten überschatten nach Einschätzung der Kindernothilfe die anderen Krisen in der Welt.

    Das Bild zeigt das braun-weiße Gebäude vor blauem Himmel.
    Die Zentrale der Kindernothilfe in Duisburg (dpa / Roland Weihrauch)
    Im südlichen Afrika seien infolge der schlimmsten Trockenperiode seit über 100 Jahren mehr als 24 Millionen Menschen von Hunger und Wasserknappheit betroffen, teilte die Hilfsorganisation in Duisburg mit. Die Temperaturen in Sambia hätten in den vergangenen Monaten durchschnittlich fünf Grad höher gelegen als in den Vorjahren. Etwa eine Million Hektar Ernte sei zerstört worden. Besonders Kinder litten darunter. Die Suche nach Lebensmitteln setze sie der Kinderarbeit, dem Drogenmissbrauch und der Ausbeutung aus. In Myanmar und Afghanistan sei die Situation ebenfalls schlimm. In Haiti in der Karibik hätten Kinder durch kriminelle Banden kaum Chancen, sicher aufzuwachsen.
    Kindernothilfe-Vorstand Montag sagte, beim Betrachten all dieser humanitären Krisen sei es erschreckend, dass die FDP das Entwicklungsministerium abschaffen wolle. Die Menschen im globalen Süden dürften nicht zum politischen Spielball werden. - Die FDP schlägt vor, mittelfristig das Entwicklungsministerium mit dem Auswärtigen Amt zusammenzuführen.
    Diese Nachricht wurde am 15.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.