
Minderjährige müssten in der Lage sein, sogenanntes Cybergrooming zu melden, sagte der Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes, Grein,
im Deutschlandfunk
. Soziale Netzwerke und Anbieter von Spielen im Internet sollten verpflichtet werden, kindgerechte Meldebuttons zu schaffen und den Meldungen auch nachzugehen.
Beim Cybergrooming geben sich Täter in Chats oder Online-Communitys als Gleichaltrige aus und gewinnen so das Vertrauen ihrer Opfer. In einigen Fällen erpressen sie ihre Opfer mit Nacktbildern oder -videos.
Hohe Dunkelziffer
Wie aus dem Lagebild des Bundeskriminalamts hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 4.861 sexualisierte Straftaten gegenüber Kindern und Jugendlichen im virtuellen Raum erfasst. Das sind 16,5 Prozent mehr als 2024. Die Dunkelziffer ist allerdings hoch. Studien zufolge haben bis zu zwei Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt im Internet gemacht.
Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




