Überblicksstudie
Kinesio-Tapes sind wohl kaum wirksam

Vom Fussballfeld bis ins Fitnessstudio sieht man sie überall am Körper kleben: sogenannte Kinesio-Tapes. Die selbstklebenden Pflasterstreifen sollen Muskeln, Gelenke und die Beweglichkeit unterstützen, Schmerzen lindern und die Durchblutung verbessern.

    Ein junger Mann trägt ein kinesiologisches Tape am Rücken und macht dabei Bizeps-Training mit einer Kurzhantel.
    Auch viele Hobbysportler setzen auf kinesiologische Tapes. (picture alliance / dpa Themendienst / Christin Klose)
    Eine neue Überblicksstudie im British Medical Journal lässt jetzt aber vermuten: Kinesio-Tapes haben kaum Wirkung. Bei Schmerzen helfen sie wohl nur kurzfristig, und auch das nicht in allen Fällen. Auch in Sachen Beweglichkeit kann man laut der Studie keine eindeutige Wirkung nachweisen. Die Forschenden sagen aber auch: Es gibt nur wenige gute, wissenschaftliche Daten zu Kinesiotapes, deshalb kann man keine eindeutige Empfehlung aussprechen.
    Kinesio-Tapes wurden in den 1970er Jahren von einem japanischen Chiropraktiker entwickelt. Sie bestehen aus Baumwolle und einem Acrylkleber und sind sehr dehnbar.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.