Nordsee
Klage gegen Gasbohrungen vor Borkum ohne Erfolg

Im jahrelangen Streit um Gasbohrungen in der Nordsee nahe Borkum hat die Deutsche Umwelthilfe eine juristische Niederlage erlitten.

    Eine Gasförderplattform im Meer
    Die Gasförderungsplattform des niederländischen Energieunternehmens One-Dyas vor Borkum (imago / Dominik Butzmann)
    Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg wies die Klage gegen einen entsprechenden Planfeststellungsbeschluss ab. Nach Einschätzung des Gerichts beeinträchtigen die Bohrungen die Naturschutzgebiete nicht.
    Damit hat die Genehmigung Betsnad, die das niedersächische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie dem niederländischen Energieunternehmen One-Dyas erteilt hatte. Seit März 2025 bohrt One-Dyas bereits auf niederländischer Seite nach Gas. Auf deutscher Seite ist das bislang noch nicht passiert.
    Die Umwelthilfe kündigte an, ihre Klagen in den Niederlanden fortzuführen. Anfang Mai soll zudem eine weitere Klage der Stadt Borkum vor dem OVG Lüneburg verhandelt werden.
    (Az.: 7 KS 64/24)
    Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.