Geir Lysne interessierte sich allerdings nicht so sehr für den klassischen, amerikanischen Bigband-Klang. Er komponiert eher in der Tradition eines Gil Evans und einer Maria Schneider; seine Musik gründet weniger auf Swing und Blues als eher auf einfachen (nordischen) Volksweisen, impressionistischen Motiven oder Einflüssen aus Rockmusik und Elektronik. Afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen finden sich hier ebenso wie beschauliche Klanglandschaften und - vor allem - große Melodik.
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Klangfarbenpracht Big Band
Ursprünglich ist er Saxofonist. Geir Lysne studierte das Instrument Ende der 80er Jahre an der "Norwegian Academy of Music" und tourte mit verschiedenen Bands durch die Welt, bis schließlich seine Frau zu arbeiten begann und er die Kinder hüten musste. Da er viel Zeit zu Hause verbrachte, suchte er sich - neben den familiären Aufgaben - eine sinnvolle Beschäftigung: Er begann zu komponieren - und das gleich für eine große Besetzung. Es entstand das "Geir Lysne Listening Ensemble" mit etwa 20 namhaften Musikern der norwegischen Jazzszene.