Archiv


Klanglandschaften und Wassermelodien

"Spiel nicht zu viele Töne!" Das ist das Credo des norwegischen Pianisten Ketil Björnstad, der seit seinem Debütalbum im Jahr 1973 fast 50 Tonträger veröffentlicht hat.

Von Burkhard Reinartz |
    Mit 16 Jahren debütiert Björnstad mit Bartoks drittem Klavierkonzert – und wendet sich wenige Jahre später dem Jazz zu. Frei will er sein und improvisierend neue Klanglandschaften erkunden. Björnstad überzeugt als minimalistischer Solist, der sich nicht scheut, zerbrechliche Schönheit zu zelebrieren - und als einfühlsamer Pianist in den unterschiedlichsten Formationen: im intimen Duett mit dem Cellisten David Darling und den ekstatischen Rückkopplungen des Gitarristen Terje Rypdal oder im Quartett der Wassermusik-Alben "The Sea", "Water Stories" und - wieder nur vom Cello begleitet - "River".

    Hier gibt Björnstadt dem Meer als unbezwingbare Urgewalt und den Flüssen als pulsierende Lebensadern der Erde einen musikalischen Ausdruck.