Ronde von Brügge
Klimaaktivist verursacht Sturz bei Radrennen: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

Nach dem durch einen Klimaaktivisten ausgelösten Sturz mehrerer Radprofis bei der 50. Auflage der Ronde von Brügge hat die Staatsanwaltschaft Westflandern Ermittlungen aufgenommen.

    Brügge: Ein Klima-Demonstrant sitzt auf der Straße während des eintägigen Elite-Radrennens der Männer "Ronde van Brugge".
    Ein Klima-Demonstrant sitzt auf der Straße während des eintägigen Elite-Radrennens der Männer "Ronde van Brugge". (Maarten Straetemans / Belga / dpa / Maarten Straetemans)
    Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet, geht es um den Verdacht der vorsätzlichen Körperverletzung und der böswilligen Verkehrsbehinderung. Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel in Brügge hatte sich der 48-Jährige auf die mit Kopfsteinpflaster bedeckte Strecke gesetzt. Ein Foto zeigt, wie auf einem Shirt des Mannes "Kinder sterben durch die Klimakrise" steht. Der Mann sei zwar gerade noch rechtzeitig weggezogen worden. Dennoch stürzten mehrere Fahrer infolge des Vorfalls. Der Klimaaktivist wurde anschließend von der Polizei festgenommen. 
    Für den kolumbianischen Profi Juan Molano war das Rennen nach dem Sturz beendet. Der Niederländer Dylan Groenewegen siegte nach 202,9 Kilometern. Er ist Teil des aufstrebenden zweitklassigen Radrennstalls Unibet Rose Rockets um den früheren deutschen Top-Sprinter Marcel Kittel, der als Sprintcoach für das Team arbeitet.
    Diese Nachricht wurde am 27.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.