Kampf gegen Klimawandel
Klimaaktivistin Neubauer: COP29 muss einen Aufbruch für Zivilgesellschaft darstellen

Die Weltklimakonferenz in Baku sollte nach Ansicht der Klimaaktivistin Neubauer einen Aufbruch für mehr Klimaschutz darstellen. Angesichts der Absage mehrerer hochrangiger Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Biden, Chinas Staatschef Xi und Indiens Präsident Modi sowie Bundeskanzler Scholz und Frankreichs Staatspräsident Macron sei jetzt die Zivilgesellschaft gefordert.

    Luisa Neubauer blickt nach vorn, das Kinn auf ihre rechte Hand gestützt.
    Klimaaktivistin Luisa Neubauer fordert von den Teilnehmern der COP29 einen Aufbruch in Sachen Umweltschutz. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Frederic Kern)
    Aktivistinnen und Aktivisten müssten Druck aufbauen, um den Klimaschutz voranzubringen und die Politik zum Mitwirken zu bewegen, sagte Neubauer im Deutschlandfunk. Sie kritisierte, dass der deutsche Bundeskanzler wegen der Regierungskrise nach dem Auseinanderbrechen der Ampel-Koalition seine Teilnahme an der COP29 abgesagt hatte.

    Neubauer: "Klimakrise verschärft jede andere Krise"

    Klima sei zwar nicht die einzige Krise, die es derzeit gebe, aber die Klimakrise verschärfe jede andere Krise, betonte Neubauer, die derzeit in Baku ist. Wäre Scholz persönlich nach Baku gekommen, hätte das eine große Signalwirkung für die Bedeutung des Umweltschutzes haben können.
    Auch die Wahl des Klimawandel-Leugners Trump zum künftigen Präsidenten der USA dürfe kein Grund sein, die Hände in den Schoß zu legen, mahnte die Mitorganisatorin der deutschen Fridays-for-Future-Demonstrationen. Diesen Gefallen dürfe man Trump und seinen Gleichgesinnten nicht machen. Vielmehr müsse die Zivilgesellschaft sich unter dem Motto "Jetzt erst recht!" zusammenfinden. Dafür arbeite sie auch auf der Konferenz in Baku. Doch genauso wichtig wie das zweiwöchige Treffen sei die Arbeit vor Ort in den übrigen 50 Wochen des Jahres, betonte Neubauer.
    Diese Nachricht wurde am 12.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.