
Aktivistinnen und Aktivisten müssten Druck aufbauen, um den Klimaschutz voranzubringen und die Politik zum Mitwirken zu bewegen, sagte Neubauer im Deutschlandfunk. Sie kritisierte, dass der deutsche Bundeskanzler wegen der Regierungskrise nach dem Auseinanderbrechen der Ampel-Koalition seine Teilnahme an der COP29 abgesagt hatte.
Neubauer: "Klimakrise verschärft jede andere Krise"
Klima sei zwar nicht die einzige Krise, die es derzeit gebe, aber die Klimakrise verschärfe jede andere Krise, betonte Neubauer, die derzeit in Baku ist. Wäre Scholz persönlich nach Baku gekommen, hätte das eine große Signalwirkung für die Bedeutung des Umweltschutzes haben können.
Auch die Wahl des Klimawandel-Leugners Trump zum künftigen Präsidenten der USA dürfe kein Grund sein, die Hände in den Schoß zu legen, mahnte die Mitorganisatorin der deutschen Fridays-for-Future-Demonstrationen. Diesen Gefallen dürfe man Trump und seinen Gleichgesinnten nicht machen. Vielmehr müsse die Zivilgesellschaft sich unter dem Motto "Jetzt erst recht!" zusammenfinden. Dafür arbeite sie auch auf der Konferenz in Baku. Doch genauso wichtig wie das zweiwöchige Treffen sei die Arbeit vor Ort in den übrigen 50 Wochen des Jahres, betonte Neubauer.
Diese Nachricht wurde am 12.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.