Sommer, Sonne, den Wind in den Haaren , der Strand unter den Füßen, der Blick auf das Meer. Das imaginäre Pärchen Stefan und Maike verbringt einen Luxusurlaub in Mexiko. Nach zehn Stunden Flug sind die beiden in Cancun eingetroffen und werden mit dem Bus in ihr 20 Kilometer entferntes Luxushotel gebracht. Vor ihnen liegen Tauchausflüge, kleine Kurzstreckenflüge, um die Umgebung zu erkunden, viel Erholung im vollklimatisierten All-inclusive-Ressort. Jetski und Motorradtouren runden den Urlaub, es fehlt an nichts, überall gibt es gekühltes Obst in Plastikbechern zu kaufen. Der letzte Abend klingt mit einem Strandspaziergang aus.
Zurück in Deutschland sind die Fußabdrücke der beiden durchaus zu spüren. Der Klimatische Fußabdruck zumindest. Über sieben Tonnen CO2 hat der Urlaub der beiden freigesetzt. Dabei schlägt nicht nur der Flug ins Klimakontor - auch die Aktivitäten vor Ort verursachen fast eine Tonne CO2- Emission. Das hat der WWF zusammen mit dem Öko-Institut errechnet und in einem Bericht über die Umweltauswirkungen von Urlaubsreisen zusammengefasst. Und festgestellt - die Klimafolgen einzelner Reisen variieren enorm, so die WWF-Tourismusexpertin Birgit Weerts:
" Die All-inclusive-Reise in Mexiko verbraucht ja genauso viel wie der gesamte Urlaub im Allgäu. Also das zeigt schon, dass die Wahl der Unterkunft und auch die Aktivitäten, zum Beispiel ein Rundflug, mit ausschlaggebend für den gesamten Fußabdruck sind. "
Für die Studie hat das Öko-Institut auf der Grundlage aktueller Reisetrends sieben typische Urlaubsreisen der Deutschen untersucht. Mallorca, Rügen, Kultur in der Toskana, Familienurlaub im Allgäu. Der Deutschen sind Reiseweltmeister und verbrauchen durchschnittlich dabei 1 Tonne CO2 pro Jahr - zwei Tonnen dürften allgemein nur verbraucht werden, um die Erderwärmung zu stoppen:
" Das heißt die Hälfte von dem, was für alle Lebensbereiche zur Verfügung steht, geht momentan für Freizeit und Urlaub drauf. Im Vergleich dazu ist die weltweite Durchschnittsreise mit 0,25 Tonnen wesentlich geringer angesiedelt. "
Angesichts dieser Zahlen ist die Forderung des WWF ganz klar:
" Wir wollen auch nicht sagen, es kann jetzt nur noch Balkonien sein, der Deutsche hat eine Affinität zum Reisen, Fernreisen liegen im Trend. Was wir sagen ist: Bewusste Reisenentscheidungen müssen her, bewusst entscheiden, wo soll es hingehen, wenn es um Sonne und Strand und Meer geht, müssen es die Seychellen sein für eine Woche? Oder reicht dann nicht auch das Mittelmeer, also eine mehr bewusste Entscheidung, wie weit muss ich wirklich fahren, um das zu bekommen, was ich wirklich möchte, und schaffe ich nicht, meine An- und Abreise, alternativer zu gestalten und springe nicht mir nichts dir nichts ins Flugzeug. "
Auch vor Ort, das beweist die Studie, hat es der Verbraucher selber in der Hand, wie tief sein klimatischer Fußabdruck wird, den er hinterlässt. Restaurants mit Produkten aus der Region sind besser als Fastfood am Strand, Hotels mit Umweltstandards ohne stromfressende Spa-Anlagen gibt es mittlerweile flächendeckend - die Deutschen, das zeigt die Studie auch, sind durchaus offen für umweltbewusstes Reisen. Für jeden zweiten, so ergab eine Befragung, ist die Umweltfreundlichkeit von Urlaubsorten und Unterkünften relevant, Naturerlebnisse ein wichtiges Kriterium für die Reisenentscheidung. Deshalb hat der WWF auch konkrete Forderungen an die Tourismusindustrie:
" Das heißt, wenn neue Destinationen, neue Reiseziele ausgebaut werden, neue Flughäfen gebaut werden, dann schon zu überlegen, wo gibt es in der Nähe schon einen Flughafen, wieso muss diese Destination in welcher Art und Weise ausgebaut werden. Das ist zum einen, dass bisher Klimaaspekte in der Gestaltung und Entwicklung touristischer Produkte viel zu wenig eine Rolle spielen. "
Außerdem: Transparenz der Reiseveranstalter bei der Klimarelevanz der Reisen:
" Das ist das, wo wir gerne hin würden. Ein Klimapreisschild wäre das, was wir uns zukünftig vorstellen. Davor ist es aber wichtig, dass es eine Methodik und vergleichbare Standards gibt. Denn es nützt ja nichts, dass alle mit unterschiedlichen Zahlen ihre Reise grün färben und der Verbraucher damit nichts anfangen kann. "
Zurück in Deutschland sind die Fußabdrücke der beiden durchaus zu spüren. Der Klimatische Fußabdruck zumindest. Über sieben Tonnen CO2 hat der Urlaub der beiden freigesetzt. Dabei schlägt nicht nur der Flug ins Klimakontor - auch die Aktivitäten vor Ort verursachen fast eine Tonne CO2- Emission. Das hat der WWF zusammen mit dem Öko-Institut errechnet und in einem Bericht über die Umweltauswirkungen von Urlaubsreisen zusammengefasst. Und festgestellt - die Klimafolgen einzelner Reisen variieren enorm, so die WWF-Tourismusexpertin Birgit Weerts:
" Die All-inclusive-Reise in Mexiko verbraucht ja genauso viel wie der gesamte Urlaub im Allgäu. Also das zeigt schon, dass die Wahl der Unterkunft und auch die Aktivitäten, zum Beispiel ein Rundflug, mit ausschlaggebend für den gesamten Fußabdruck sind. "
Für die Studie hat das Öko-Institut auf der Grundlage aktueller Reisetrends sieben typische Urlaubsreisen der Deutschen untersucht. Mallorca, Rügen, Kultur in der Toskana, Familienurlaub im Allgäu. Der Deutschen sind Reiseweltmeister und verbrauchen durchschnittlich dabei 1 Tonne CO2 pro Jahr - zwei Tonnen dürften allgemein nur verbraucht werden, um die Erderwärmung zu stoppen:
" Das heißt die Hälfte von dem, was für alle Lebensbereiche zur Verfügung steht, geht momentan für Freizeit und Urlaub drauf. Im Vergleich dazu ist die weltweite Durchschnittsreise mit 0,25 Tonnen wesentlich geringer angesiedelt. "
Angesichts dieser Zahlen ist die Forderung des WWF ganz klar:
" Wir wollen auch nicht sagen, es kann jetzt nur noch Balkonien sein, der Deutsche hat eine Affinität zum Reisen, Fernreisen liegen im Trend. Was wir sagen ist: Bewusste Reisenentscheidungen müssen her, bewusst entscheiden, wo soll es hingehen, wenn es um Sonne und Strand und Meer geht, müssen es die Seychellen sein für eine Woche? Oder reicht dann nicht auch das Mittelmeer, also eine mehr bewusste Entscheidung, wie weit muss ich wirklich fahren, um das zu bekommen, was ich wirklich möchte, und schaffe ich nicht, meine An- und Abreise, alternativer zu gestalten und springe nicht mir nichts dir nichts ins Flugzeug. "
Auch vor Ort, das beweist die Studie, hat es der Verbraucher selber in der Hand, wie tief sein klimatischer Fußabdruck wird, den er hinterlässt. Restaurants mit Produkten aus der Region sind besser als Fastfood am Strand, Hotels mit Umweltstandards ohne stromfressende Spa-Anlagen gibt es mittlerweile flächendeckend - die Deutschen, das zeigt die Studie auch, sind durchaus offen für umweltbewusstes Reisen. Für jeden zweiten, so ergab eine Befragung, ist die Umweltfreundlichkeit von Urlaubsorten und Unterkünften relevant, Naturerlebnisse ein wichtiges Kriterium für die Reisenentscheidung. Deshalb hat der WWF auch konkrete Forderungen an die Tourismusindustrie:
" Das heißt, wenn neue Destinationen, neue Reiseziele ausgebaut werden, neue Flughäfen gebaut werden, dann schon zu überlegen, wo gibt es in der Nähe schon einen Flughafen, wieso muss diese Destination in welcher Art und Weise ausgebaut werden. Das ist zum einen, dass bisher Klimaaspekte in der Gestaltung und Entwicklung touristischer Produkte viel zu wenig eine Rolle spielen. "
Außerdem: Transparenz der Reiseveranstalter bei der Klimarelevanz der Reisen:
" Das ist das, wo wir gerne hin würden. Ein Klimapreisschild wäre das, was wir uns zukünftig vorstellen. Davor ist es aber wichtig, dass es eine Methodik und vergleichbare Standards gibt. Denn es nützt ja nichts, dass alle mit unterschiedlichen Zahlen ihre Reise grün färben und der Verbraucher damit nichts anfangen kann. "