Hadsch
Klimawandel macht Pilgerreise nach Mekka lebensgefährlich

Durch den Klimawandel könnte die Pilgerreise von Muslime nach Mekka in den kommenden Jahren lebensbedrohlich werden. Wissenschaftler vom pakistanischen Wetter- und Klimadienst gehen davon aus, dass der sogenannte Hadsch wegen der steigenden Temperaturen in seiner bisherigen Form nicht aufrechterhalten werden kann.

    Muslimische Pilger umrunden die Kaaba. Die Kaaba ist ein vier-eckiges Gebäude im Innen-Hof von der Moschee in Mekka.
    Die Pilgerreise Hadsch nach Mekka könnte wegen des Klimawandels lebensbedrohlich werden. (Rafiq Maqbool / AP / dpa / Rafiq Maqbool)
    Die Wissenschaftler haben den Hadsch des Jahres 2024 genauer untersucht. Dabei starben mehr als 1.300 Menschen, die meisten an den Folgen der extremen Hitze im saudi-arabischen Wallfahrtsort Mekka. Dort hätten teilweise Bedingungen geherrscht, die im Freien ohne Möglichkeit zur Abkühlung auch für junge, gesunde Erwachsene potentiell tödlich sein könnten. An mehreren Tagen sei es so heiß und feucht gewesen, dass der Körper seine Temperatur durch Schwitzen allein nicht mehr habe regulieren können. Viele der Rituale, die zum Hadsch gehören, finden im Freien statt, wie das Umrunden der Kaaba.
    Der Hadsch ist eine der fünf zentralen Glaubenspflichten im Islam. Jedes Jahr nehmen an der Pilgerfahrt rund 2,5 Millionen Muslime aus aller Welt teil
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.