Ausgebremste Erdrotation
Klimawandel verlängert die Tage

Der menschengemachte Klimawandel verlangsamt nach neuen Berechnungen minimal die Erdrotation – und verlängert damit die Tage um rund 1,3 Millisekunden. Das haben Forschende der Universitäten Wien und Zürich herausgefunden.

    Das Bild zeigt eine Aufnahme der Erde aus dem Weltraum. Der blaue Planet ist von weißen Wolken umhüllt.
    Der Klimawandel hat auch Auswirkungen auf die Rotation der Erde. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / NOAA)
    Die Untersuchung zeigt, dass dieser Effekt seit dem Jahr 2000 deutlich stärker ausfällt als in den dreieinhalb Millionen Jahren zuvor. Ursache für die längeren Tage ist demnach, dass durch den Klimawandel schmelzendes Polareis Richtung Äquator umverteilt wird und dadurch mehr Masse in Äquatornähe die Rotation der Erde leicht bremst. Dieser Prozess verstärkt den Fachleuten zufolge die ohnehin vorhandene Bremswirkung des Mondes. Das könnte vor allem Auswirkungen auf die Raumfahrt haben, wo Berechnungen zur Erdrotation eventuell enger an tatsächliche Messwerte angepasst werden müssten.
    Diese Nachricht wurde am 14.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.