Bundesfinanzminister
Energiepreise: Klingbeil (SPD) beharrt auf staatlichen Eingriffen

Bundesfinanzminister Klingbeil hat seine Forderung nach staatlichen Eingriffen gegen die hohen Energiepreise bekräftigt.

    Klingbeil und Merz sitzen bei einer Kabinettssitzung nebeneinander an einem Tisch und lachen.
    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Das Wirksamste sei gerade der Eingriff in den Markt. Das sehe man in anderen europäischen Ländern, sagte Klingbeil der "Süddeutschen Zeitung". Zugleich erneuerte der SPD-Vorsitzende seine Vorschläge für eine Übergewinnsteuer, eine Senkung der Energiesteuern und einen Preisdeckel für Kraftstoffe. Wirtschaftsministerin Reiche, CDU, hatte die Forderungen Klingbeils zuletzt öffentlich zurückgewiesen. An diesem Wochenende werden Gespräche zwischen den Koalitionspartnern Union und SPD über das weitere Vorgehen erwartet. Mehrere SPD-Regierungschefs der Länder sprachen sich für ein Spitzentreffen mit Bundeskanzler Merz aus.
    Der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Audretsch, warf Merz vor, die Kontrolle verloren zu haben. Der Streit zwischen Reiche und Klingbeil eskaliere, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Statt Chaos brauche es jetzt einen klaren Krisenplan.
    Diese Nachricht wurde am 11.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.